BMW Z4 E85/E86 Radschale Innenkotflügel wechseln
Die Radschalen im Z4 halten Spritzwasser, Salz und Steinschlag von Karosserie, Kabeln und Leitungen ab. Sie brechen mit den Jahren an den Befestigungspunkten oder reißen aus. Der Wechsel ist mechanisch einfach, die Arbeit steckt im Lösen der festsitzenden Clips und Spreiznieten.
Diese Anleitung wurde automatisch mit KI erstellt und nicht von uns fachlich geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind der Reparaturleitfaden für Ihr Fahrzeug und im Zweifel eine Fachwerkstatt. Fragen zum Teil beantworten wir gern: 0163 3439264.
- Wagenheber
- Unterstellböcke
- Radkreuz oder Steckschlüssel für Radschrauben
- Drehmomentschlüssel
- Steckschlüsselsatz mit Verlängerung
- Torx-Satz
- Kunststoffkeil oder Clipheber
- Zange, ggf. Seitenschneider
- Neue Spreiznieten und Clips
- Drahtbürste
- Taschenlampe
Wozu die Radschale gut ist
Die Radschale sitzt im Radhaus zwischen Reifen und Karosserie. Sie schützt den Innenkotflügel, Schweißnähte, Hohlraumkanten sowie Kabel und Leitungen, die im Radhaus verlaufen. Fehlt sie oder ist sie eingerissen, kommt Feuchtigkeit und Streusalz dauerhaft an Stellen, die man von außen nicht sieht. Nach einem Steinschlag oder Reifenplatzer ist das Teil oft gebrochen, ohne dass man es gleich merkt.
Beim Z4 sind vorne und hinten, links und rechts jeweils unterschiedliche Teile verbaut. Je nach Baujahr, Motorisierung und Ausstattung gibt es zusätzlich Varianten, teilweise auch mehrteilige Ausführungen. Lesen Sie die Teilenummer vom ausgebauten Teil ab und vergleichen Sie sie, bevor Sie ein Ersatzteil bestellen.
Vorbereitung
- Fahrzeug auf festem, waagerechtem Boden abstellen, Handbremse anziehen, Gang bzw. Wählhebelstellung P einlegen.
- Radschrauben bei stehendem Fahrzeug am Boden leicht lösen.
- Fahrzeug an den vorgesehenen Aufnahmepunkten anheben und auf Unterstellböcke setzen. Nicht unter einem nur vom Wagenheber gehaltenen Fahrzeug arbeiten.
- Rad abnehmen, Radhaus mit Wasser und Drahtbürste vom gröbsten Schmutz befreien. Trockener Dreck macht das Lösen der Clips unnötig schwer.
- Radhaus mit der Taschenlampe ableuchten und alle Befestigungspunkte suchen. Es sind meist Kombinationen aus Blechschrauben, Torx-Schrauben, Kunststoffmuttern und Spreiznieten.
Radschale vorne ausbauen
Die vordere Radschale greift in den Stoßfänger, in den Schweller und in die Radlaufkante des Kotflügels. Deshalb lässt sie sich selten in einem Zug herausziehen.
- Befestigungen im Radlaufbereich außen lösen. Diese sitzen oft dicht am Kotflügelrand und reißen gern aus – lieber vorsichtig und mit Kunststoffkeil arbeiten als mit Gewalt.
- Verbindungen zum vorderen Stoßfänger und, falls vorhanden, zur unteren Abdeckung lösen. Bei manchen Ausführungen muss der Stoßfänger an der Seite ein Stück gelöst werden, damit die Radschale frei kommt.
- Schrauben im hinteren Bereich zum Schweller hin lösen.
- Kabel im Radhaus beachten: ABS-Sensorleitung und, je nach Ausstattung, Leitungen für Bremsbelagverschleiß sind an der Radschale oder in ihrer Nähe geführt. Clipse öffnen, Leitungen zur Seite legen, nicht zerren.
- Radschale nach unten und außen herausdrehen. Das Teil ist flexibel, muss aber beim Herausnehmen um die Radlaufkante geführt werden. Bei stark versprödeten Teilen bricht es dabei – das ist beim Ausbau unkritisch, beim Einbau eines Gebrauchtteils nicht.
Radschale hinten ausbauen
- Befestigungen entlang der Radlaufkante und zum hinteren Stoßfänger lösen.
- Verbindung zum Schweller bzw. zur seitlichen Unterbodenabdeckung lösen.
- Im hinteren Radhaus verlaufen je nach Ausstattung ABS-Leitung, Tankentlüftung und Leitungen der Handbremse. Prüfen Sie, was an der Radschale geclipst ist, und lösen Sie es einzeln.
- Radschale herausnehmen. Auch hier gilt: erst alle Befestigungen sicher gelöst, dann bewegen.
Festsitzende Spreiznieten
Die meisten Clips sind nach Jahren nicht mehr zerstörungsfrei zu lösen. Planen Sie Ersatz ein. Spreiznieten lassen sich mit dem Clipheber aushebeln, oft muss der Stift von innen ausgetrieben werden. Wo es nicht anders geht, den Nietkopf abkneifen und den Rest herausdrücken. Wichtig ist, dass das Blech oder der Kunststoffträger dahinter unbeschädigt bleibt.
Radhaus prüfen, solange es offen ist
- Blech auf Rost, Blasen und Durchrostung entlang der Radlaufkante und der Nähte kontrollieren.
- Alte Unterbodenschutzreste, die sich abheben, nehmen unter sich Feuchtigkeit auf. Lose Stellen entfernen und Blech konservieren, bevor die neue Radschale verbaut wird.
- Ablaufwege und Hohlraumöffnungen freimachen. Verstopfte Abläufe sind beim Z4 ein häufiger Grund für Feuchtigkeit im Innenraum.
- Zustand der Kabelführungen und Steckverbindungen im Radhaus ansehen.
Einbau
- Neue oder gebrauchte Radschale vor dem Einbau trocken anhalten und mit dem alten Teil vergleichen: Lochbild, Kanten, Aussparungen. Seiten- und Baujahrvarianten sehen sich ähnlich, passen aber nicht.
- Radschale einsetzen, zuerst nur locker an wenigen Punkten fixieren und ausrichten. Die Kante muss unter dem Kotflügelrand sitzen, nicht davor.
- Kabel und Leitungen wieder in ihre Halter clipsen, bevor Sie die Radschale vollständig festsetzen.
- Alle Befestigungen setzen, dann reihum festziehen. Blechschrauben in Kunststoff nur handfest anziehen – zu viel Kraft zieht das Gewinde durch.
- Sitz prüfen: keine Spalte zum Stoßfänger, keine Stelle, an der das Teil am Reifen anliegen kann.
Rad montieren – hier wird es sicherheitsrelevant
Radschrauben gehören mit dem Drehmomentschlüssel angezogen, über Kreuz und in mehreren Stufen. Das Anzugsdrehmoment schlagen Sie im Reparaturleitfaden für Ihr Fahrzeug nach; erfundene oder geschätzte Werte sind hier fahrlässig. Zu geringes Drehmoment kann zum Radverlust führen, zu hohes Drehmoment beschädigt Gewinde und Radnabe. Kontrollieren Sie die Schrauben nach kurzer Fahrstrecke nach.
Was nicht in diese Anleitung gehört
Wenn Sie für den Ausbau Teile der Bremse, der Radaufhängung, der Lenkung oder Fahrwerkskomponenten lösen müssten, hört diese Anleitung auf. Bremsleitungen, Bremsschläuche, Spurstangen, Traggelenke und Stabilisatoranbindungen sind sicherheitsrelevant. Fehler daran führen zu Bremsversagen oder zum Verlust der Lenkfähigkeit. Diese Arbeiten gehören in eine Werkstatt, die mit Drehmomentwerten, Vorgaben zum Ersatz von Schrauben und anschließender Achsprüfung arbeitet.
Gleiches gilt, wenn sich beim Ausbau zeigt, dass der Innenkotflügel selbst durchgerostet ist. Dann handelt es sich um eine Karosseriereparatur an tragenden Blechteilen, nicht um einen Anbauteilwechsel.
Hinweis zu Abweichungen
E85 (Roadster) und E86 (Coupé) unterscheiden sich an den hinteren Radhäusern. Auch innerhalb einer Baureihe gibt es Änderungen über die Bauzeit sowie Unterschiede bei Fahrzeugen mit M-Ausstattung oder anderer Bereifung. Anzahl und Lage der Befestigungspunkte können daher von der Beschreibung abweichen. Verlassen Sie sich im Zweifel auf das ausgebaute Originalteil und auf den Reparaturleitfaden zu Ihrem Fahrzeug.
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Technische Fragen beantworten wir am Telefon: 0163 3439264. Wir haben die Teile selbst ausgebaut und wissen meist, wo es hakt.